7. Zusammenarbeit / Öffnung der Schule nach außen


7.1 Übergang von der Kita in die Grundschule


Seit Beginn des Schuljahres 2008/09 wird in Hessen der „Bildungs – und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren“ (BEP) implementiert. Gemeinsam mit den Kolleginnen der Grundschule Ulfa und den Mitarbeiterinnen der Kitas in Ober-Widdersheim und Ulfa hat sich das Kollegium der Grundschule Ober-Widdersheim in Fortbildungen intensiv mit dem Bildungs- und Erziehungsplan auseinandergesetzt. Zielsetzung des vom Kultusministerium und vom Sozialministerium gemeinsam erstellten Planes ist, „jedes Kind in Hessen möglichst früh, möglichst optimal und nachhaltig zu fördern“. Grundvoraussetzung dafür ist eine gute Zusammenarbeit aller die Kinder betreffenden Personen und Institutionen, also der Kindertagesstätten, Grundschulen, aller weiteren Lernorte des Elementar- und Primarbereichs sowie natürlich in erster Linie der Elternhäuser. Zur Vorbereitung für die Umsetzung des BEP wurde sowohl mit der Grundschule Ulfa als auch den Kindertagesstätten Ober-Widdersheim und Ulfa ein Tandem gebildet. Zum Tandem „Nidda“ besteht seit ein paar Jahren ebenfalls ein engerer Kontakt, sodass es auch zum Austausch mit den anderen Kitas und Schulen in Nidda kommt. Durch den Plan und damit verbundene gemeinsame Fortbildungen unterstützt, wurde die Zusammenarbeit in den letzten Jahren sehr ausgestaltet. Darüber hinaus besteht schon länger eine intensive und ständige Zusammenarbeit mit der örtlichen integrativen Kindertagesstätte Regenbogen.
Durch diese enge Zusammenarbeit haben wir die Möglichkeit, die zukünftigen Schulanfänger ein Jahr lang zu begleiten. Unsere Beobachtungen sowie der frühe Austausch mit den Eltern, Erzieherinnen, Therapeuten und sozialen Fördereinrichtungen tragen dazu bei, das Jahr vor dem Schulbeginn für jedes Kind passend zu gestalten oder abzustimmen.
Im Laufe des Jahres vor Schulbeginn bieten wir im Kindergarten einen Elternabend rund um das Thema „Schulreife“ an, um eine gute Zusammenarbeit mit den Elternhäusern anzubahnen.
Wir stehen im engen Austausch mit den Schulärzten. So können wir die Ergebnisse der schulärztlichen Untersuchung bei der Frage nach der Schulfähigkeit berücksichtigen und die Eltern intensiv beraten.
Regelmäßige Besuche der Vorschulgruppen in der 1. Klasse lassen die Schule für die Schulanfänger langsam zu einer vertrauten Umgebung werden. Sie nehmen am Unterricht und der großen Pause teil. Der Kontakt der beiden Einrichtungen wird jedoch auch nach Möglichkeit bei besonderen Projekten in der Kindertagesstätte weitergeführt.
Vor den Sommerferien findet ein Informations-Elternabend statt, an dem die Eltern über unseren Schulalltag, notwendige Schulmaterialien und den Ablauf der Einschulungsfeier informiert werden.



7.2 Übergang in die weiterführenden Schulen


Im 1. Halbjahr des vierten Schuljahres wird das Thema „Weiterführende Schule“ für Eltern und Kinder sehr wichtig. Deshalb veranstalten wir in der Zeit vor Weihnachten mit den anderen Niddaer Grundschulen zusammen einen diesbezüglichen Informationselternabend. Bei dem Elternabend präsentieren sich alle weiterführenden Schulen, die für die Kinder in Frage kommen (Mittelstufenschule Nidda, Gymnasium Nidda, Vogelsbergschule Schotten, Integrierte Gesamtschule Hungen). Die Eltern haben somit die Möglichkeit, sich umfassend über die Konzepte der einzelnen Schulen zu informieren. Für die Schulkinder stehen die samstäglichen Infotage der weiterführenden Schulen im Mittelpunkt des Interesses.
Für die Eltern der Viertklässler bieten wir im Februar einen Beratungsnachmittag an. Klassen- und Mathematiklehrerin besprechen mit den Eltern die weitere Schullaufbahn, bzw. Empfehlungen und Möglichkeiten.
Ein halbes Jahr nach dem Wechsel in die weiterführende Schule lädt das Gymnasium Nidda die abgebenden Kollegen der Grundschulen zu Gesprächen ein.



7.3 Schulverbund


Alle Grundschulen und weiterführenden Schulen der Städte Nidda und Echzell sind seit Jahren zum „Kleinen Schulverbund“ zusammengeschlossen. Die Leiterinnen und Leiter der Einrichtungen treffen sich, um sich abzustimmen, Aktivitäten zu vereinbaren, ev. auftretende Schwierigkeiten gemeinsam zu meistern und sich zu speziellen Themen fortzubilden. Bei diesen Treffen wird u. a. auch der Übergang in die weiterführenden Schulen thematisiert und abgestimmt.



7.4 Öffnung nach außen


Im Sinne einer „Öffnung von Schule“ bietet unsere Schule Raum für Veranstaltungen und nachmittägliche AGs.
Auch mit örtlichen Vereinen (z.B. Obst- und Gartenbauverein, Landfrauen), ortsansässigen Firmen (z.B. Basaltwerk Nickel), dem Rotary Club Nidda, dem Inner Wheel Club Büdingen-Bad Orb sowie der Evangelischen oder Katholischen Kirchengemeinde ergeben sich immer wieder Möglichkeiten der Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb der Schule. Ihre Vertreter werden als Fachleute in den Unterricht einbezogen oder bieten uns Erfahrungen an außerschulischen Lernorten.
Seit vielen Jahren kommt es immer wieder zu Aktivitäten im Wald unter Anleitung und Begleitung des örtlichen Revierförsters.
Die Schule möchte die genannten Kontakte weiter pflegen und auch in Zukunft offen sein für Möglichkeiten der Zusammenarbeit, die sich daraus ergeben. Die Schule ist interessiert und bemüht, das AG-Angebot im Rahmen einer „Öffnung von Schule nach außen“ über den Förderverein möglichst zu erweitern.