2. Leitziele


2.1 „Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir“


Die Kinder auf das Leben und die vielfältigen Anforderungen nach Abschluss der Schulzeit vorzubereiten ist unsere Aufgabe. Dabei ist ein lernendes, kreatives, zufriedenes Kind, das stark und voller Selbstvertrauen aus der Grundschule heraustreten kann und sich den weiteren Anforderungen des Lebens gewachsen zeigt unser oberstes Ziel.
Bereits seit vielen Jahren ziert deshalb ein Teil des o.g. Zitates von Seneca unser Schul-T-Shirt und prägt unser tägliches Leben in der Schule.
Im Sinne des kompetenzorientierten Ansatzes des neuen Kerncurriculums haben wir vor einiger Zeit verstärkt im Bereich Mathematik angefangen, uns entsprechend fortzubilden und den Unterricht umzustrukturieren. Vermehrt stehen die Kommunikation über Mathematik und der Umgang mit symbolischen, formalen und technischen Elementen im Vordergrund. Selbstständig und mit anderen Probleme zu lösen ist immer häufiger Inhalt des Mathematikunterrichtes. Die erworbenen Kompetenzen sollen den Kindern ein solider Grundstock für das lebenslange Lernen sein. Auch im Deutsch- und Sachunterricht sowie in allen anderen Fächern steht die Kompetenzorientierung immer im Fokus des pädagogischen Handelns.



2.2 Bewegte Schule


Obwohl in einem eher ländlich geprägten Umfeld gelegen, beobachten wir, dass sich die Schüler immer weniger bewegen, womit häufig Haltungsschwächen, Mängel in der Körperkoordination und der Selbständigkeit sowie Konzentrationsschwierigkeiten einhergehen. Ein ausreichendes Maß an Bewegung ist für die körperliche und geistige Entwicklung der Schulkinder wichtig, denn das kindliche Lernen ist noch weitgehend ein Lernen mit allen Sinnen.

Bewegung
− erschließt die Welt des Kindes
− macht ausdauernder und kräftiger
− ermöglicht den Vergleich miteinander (Kraft und Schnelligkeit)
− schafft eine Auseinandersetzung mit der Umwelt, mit Materialien und Geräten

Die Bewegungszeit unserer Kinder verändert sich jedoch durch
− Sitzen vor Computer und Fernseher
− Mitfahren im Auto
− verminderte Spielmöglichkeiten
− verplante Freizeit

Der Entwicklung hin zu weniger Bewegung wird schon seit einigen Jahren das Konzept der bewegten Schule entgegengesetzt. Auch wir als Grundschule reagieren auf die zunehmenden Defizite im motorischen Bereich. Mit den folgenden Bausteinen, die die Bewegungszeit an der Grundschule tragen, möchten wir der Entwicklung entgegentreten und einen Schwerpunkt für die Arbeit in der nächsten Zeit setzen:


2.2.1 Schulsport


Der Sportunterricht im 1., 2. und 4. Schuljahr wird zweistündig in der Mehrzweckhalle in Geiß-Nidda erteilt. Die 3. Sportstunde ist eine Bewegungszeitstunde, d.h. die Klassen benutzen die Spielgeräte auf dem Pausenhof, spielen auf dem Pausenhof, laufen zu den nahegelegenen Spielplätzen oder nutzen die Möglichkeiten des Bewegungsraumes. Für die Klasse 3 ist Schwimmunterricht im Licher Hallenbad vorgesehen. Für den Sportunterricht stehen die Turnhalle und der Sportplatz in Geiß-Nidda zur Verfügung. Die Busfahrt muss in die Unterrichtszeit integriert werden.


2.2.2 Bewegter Unterricht


In den Klassen findet individuell die Integration von Bewegung in den Lernprozess statt. Der Bewegungsraum, der jederzeit auch spontan genutzt werden kann, bietet hierzu viele Möglichkeiten. Das Kollegium hat Fortbildungen besucht und sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt.

2.2.3 Bewegte Pausen


Auf unserem Pausenhof steht ein Klettergerüst, das u.a. von den Spenden der Elternschaft angeschafft wurde. Die Schüler erliefen in einem Sponsorenlauf einen Teil der Anschaffungskosten. Schon länger verfügt unsere Grundschule über einen größeren Bestand an an Kinderfahrzeugen, Pedalos, Stelzen und anderen Spielgeräten. Außerdem ist Fußball spielen in der zweiten großen Pause in einem festgelegten Bereich möglich. Jede Klasse verfügt über eine Kiste mit altersangepassten Kleinspielgeräten, die sie eigenverantwortlich verwaltet. Bei der Anschaffung neuer Spielgräte für die Pausen und bei der Gestaltung der Spielbereiche und -möglichkeiten wird großer Wert darauf gelegt, den Schulkindern Mitspracherechte einzuräumen.
Seit dem Schuljahr 2013 /2014 bieten wir nach Möglichkeit einmal pro Woche eine "Tanzpause" an.
Die Kinder können von Woche zu Woche spontan entscheiden, ob sie diese Pause gemeinsam mit einer Lehrkraft im Bewegungsraum zum Tanzen nutzen oder sie lieber auf dem Schulhof verbringen.


2.2.4 Bewegtes Schulleben


Am Ende jedes Schuljahres finden die Bundesjugendspiele Leichtathletik mit tatkräftiger Beteiligung der Eltern statt. Unsere kleine Grundschule beteiligt sich bereits seit vielen Jahren an den jährlichen Grundschulwettbewerben. Von Schulseite aus wurden schon mehrfach Skipping Hearts Workshops durchgeführt, regelmäßig wird die Teilnahme an der OVAG-Sprint-Challenge organisiert und seit 2012 nimmt jährlich eine große gemischte Schulmannschaft am 24 Stunden Schwimmen im Hallenbad Nidda teil. Regelmäßig werden Wandertage so organisiert, dass sie auch den Kindern angepasste Fußwanderungen beinhalten. Nach 2012 fand auch im Frühsommer 2014 ein Bewegungstag mit einem Tennis- und einem Fußballworkshop statt. Nachmittags werden verschiedene AGs mit sportlichem Schwerpunkt angeboten. Unsere Schulfeste haben in den letzten Jahren bewusst immer ein Thema, das viel Bewegung beinhaltet, so z.B. 2012 „Olympia“ und 2014 Fußball-WM in Brasilien.